Stimmungsvoller Neujahrsempfang in Brensbach

Viele nette Begegnungen

Für ihr soziales Engagement in der ev. Kirchengemeinde Brensbach wurden geehrt (ab 2. v. l.) Ruth Pabst, Martina Speier sowie Judith Steinmetz, eingerahmt von Bürgermeister Rainer Müller (links) und Gemeinde-vertretervorsteher Karlheinz Fornof. Text/Bild: Dieter Preuss

Brensbach. „Hallo, wie geht’s, wie steht’s? Alles gut soweit!“ Mit diesem flotten, dialogischen Lied, mehrstimmig vorgetragen, begrüßte am vergangenen Sonntagnachmittag der gemischte Chor des MGV Wersau das Publikum im vollbesetzten Gemeindezentrum beim Neujahrsempfang der Gemeinde Brensbach. Im Mittelpunkt des Liedes steht die zufällige Begegnung zweier Menschen, die mehr oder weniger oberflächlich nach dem Befinden des Gegenübers fragen. Witzig und schwungvoll von den Sängern und Sängerinnen vorgetragen. Das musikalische Intro passte wie von Zauberhand(!) zum Motto der Neujahrsansprache von Bürgermeister Rainer Müller: Nette Begegnung. Müller in Abwandlung eines Zitats wörtlich: „Wir wünschen uns Begegnungen mit Menschen, die unsere Gemeinde lebens- und liebenswerter machen.“ Viele dieser Menschen, denen man in Brensbach gerne begegnet, die Aktiven und Ehrenamtlichen in Vereinen für Sport, Kultur und Soziales wurden im Laufe des Nachmittags auf die festlich geschmückte Bühne gebeten, um Anerkennung und Ehre zu erhalten in Form einer kleinen Ansprache, einer Urkunde sowie einer bronzenen, silbernen oder goldenen Sport- oder Verdienstmedaille der Gemeinde Brensbach. Der Grundton der bürgermeisterlichen Ansprache war sehr positiv und wies auf viele gute Entwicklungen in Brensbach hin. So die Leitbild-findung der Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Bürgern und Bürgerinnen, die Stärkung der Jugendpflege, die erfolgreiche integrative Arbeit ehren- und hauptamtlicher Helfer mit den 33 jungen Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und Bangladesch in der AWO-Einrichtung Affhöllerbach sowie die vielen Feste und Veranstaltungen der Vereine und Ortsteile. Viele gute Botschaften, doch eine Nachricht brachte Unruhe unter die Gäste und Gemeindemitglieder: Ab Juli 2017 soll die AWOEinrichtung in Affhöllerbach ihre Arbeit einstellen. Das haben die Verantwortlichen der Kreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg sowie Offenbach entschieden. Die 33 männlichen Jugendlichen sollen dann auf die Kreise verteilt werden. Möglicherweise sind durch die Maßnahme auch einige Arbeitsplätze in Gefahr. Diese Nachricht sorgte für rege Diskussionen, zu denen der Gast Dr. Michael Reuter stellvertretend für den Landrat des Odenwaldkreises ein paar Fakten und aufklärende Worte beisteuern konnte.

Chefdramaturg der Ehrungen der Sportler und ehrenamtlich engagierten Bürger war Gemeindevorsteher Karlheinz Fornof, der prägnant auf die Motive der Ehrung sowie die Vita des Geehrten einzugehen wusste. Für prächtige Unterhaltung der Gäste sorgten nicht nur der Gesangsbeitrag des MGV Wersau, sondern auch die sportlichen Tänze der „Zumba Kids“ sowie der Tanzgruppe des TV 08 Wersau.

Hinterlasse jetzt eine Antwort