Straßen- und Höfe-Fest offenbarte Wersaus Charme

Wersau macht glücklich

Sonntagnachmittagsglück in Wersau Dorfmitte. Text/Bild: Dieter Preuss

Wersau. Bisher haben der Heimat- und Geschichtsverein „700 Jahre Wersau“ unter dem Vorsitz von Georg Kaffenberger sowie mit den vielen verantwortlichen Gestaltern und Organisatoren des einjährigen Jubiläumsfestes in gefühlten 20 Akten klasse Arbeit geleistet. Das wäre einer professionellen Marketing Agentur mit deutlich höheren Kosten kaum besser gelungen. Wersau, dieser 1.400 Einwohner zählende Ortsteil von Brensbach, hat viel gewonnen mit den bisherigen Jubiläums-Veranstaltungen: Bekanntheit und Begehrlichkeit (in der Welt durch Timo Glock, im Odenwald eher gering) positives Image bezüglich Unternehmertum, Fantasie und Gemeinschaft und am vergangenen Wochenende kam der „südländische“ Charme eines Odenwalddorfes hinzu. Alleine durch die Festund Ausstellungsmeile in der Schulstraße mit altem, ortsansässigen Handwerk, Backofenbrot, Bierbacher Bier, romantischen Höfen und Gärten sowie der Herzlichkeit der Gastgeber.

Eine dieser Gastgeberinnen war Thania Hafez mit ihrem Backstub‘-Haus und ihrer Hexenküche: „Die Organisatoren dieser Veranstaltung haben mich einfach mal zur Hexe gemacht, weil ich Kräuter und Selbstgemachtes aus Wald und Feld anbiete – nicht, dass sie denken, ich wär‘ hier die Hex in Wersau“, so Hafez wörtlich zu nachfragenden Besuchern. Obwohl Haus und Hof schon etwas verträumt Märchenhaftes haben. Stolz sind die Wersauer aber auch auf den 400 Jahre alten Hof „Innecht Feicke“ in der Schulstraße 15. Bestehend aus Haupthaus, Scheunen, Getreideschober und Ställen und einem mittelalterlichen Hof mit farbenprächtiger (Blühendes all überall) und stiller Romantik.

Seit 14 Jahren leben und bewirtschaften die „Nicht-Odenwälder“ Andrea und Andreas Nieter nebenberu ich dieses rund 1.700 qm große Anwesen. Zusammen mit 4 Kindern, Pferden, Ziegen, Hühnern und Schweinen lebt es sich so mitten in Wersau unterhalb des Pfarrhauses und der Kirche durchaus glücklich. Denn auf die Frage „Macht das alles hier glücklich?“ antwortet Andrea Nieter uneingeschränkt: „Ja, ich bin glücklich!“ Und zu diesem Wersauer Glück tragen nicht nur Mann, Familie, Hof und Tiere bei, sondern für die studierte Orientalistin aus Bonn auch die Odenwälder Landschaft und die Wersauer selbst: „Ich liebe diese klein-parzellige Wald-Wiesen- Hügel-Landschaft hier sehr. Und als Ortsfremde habe ich in Wersau viel Hilfe erfahren. Man muss halt nur auf die Leute zugehen, dann sind diese Wersauer sehr hilfsbereit und treu!“

Auf die Wersauer zugegangen sind am vergangenen Wochenende viele Besucher aus dem Odenwald. Bei Sonnenschein und lockerer Stimmung genossen die Flanierer den ganz besonderen Charme eines 700 Jahre alten Dorfes im Gersprenztal. Nach den originellen Auftaktveranstaltungen des Wersauer Jubiläumsfestes ist man nun in der zweiten Jahreshalbzeit. Und da kommt noch richtig was: siehe www.700-Jahre-Wersau.de

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