Tipps gegen Zecken schon für kleine Kinder sinnvoll

Ober-Ramstadt. Kinder brauchen bereits im Kindergartenalter Hilfe von Eltern und Erziehern, um sich wirkungsvoll gegen Zecken zu schützen. Darauf weisen der Borreliose und FSME Bund Deutschland (BFBD) und die BARMER GEK hin. Besorgnis erregend sei vor allem, dass deutlich mehr Kinder ärztliche Hilfe wegen einer durch Zecken übertragenen Erkrankung brauchen. So wurden 2009 etwa 20 Prozent mehr Borreliose-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren ambulant ärztlich behandelt als 2005, so eine statistische Hochrechnung der BARMER GEK. Im vergangenen Jahr mussten bundesweit 18.700 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe ambulant versorgt werden. 2005 waren es 15.600. Insgesamt wurden 2009 bundesweit rund 279.000 Menschen wegen einer Borreliose ambulant behandelt.

Mit kindgerechten Bildern und Texten soll jetzt ein Vorleseheft für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter zeigen, wo sich Zecken verstecken und dass man sie schleunigst entfernen muss, um nicht krank zu werden. „Unser Appell gilt auch den Eltern und den Erziehern in Kinder-Tagesstätten“, so BFBD-Vorstandsmitglied Monika Sickfeld, „Kinder nach Zecken abzusuchen, wenn sie im Grünen waren.“ Entwickelt wurden das Heft und ein dazu gehörendes Poster von Müttern, deren Kinder an Borreliose erkrankt sind. Neben Borreliose zählen vor allem das Rückfallfieber und die Frühsommer-Meningoenzephalitis zu den durch Zecken übertragenen Krankheiten. Zecken  sind nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen, Spielplätzen und in Hausgärten anzutreffen. Sie überleben bis zu drei Tage in abgelegter Kleidung und können danach immer noch zustechen. Einen Waschgang oder die Tiefkühltruhe  überstehen sie lebend, nicht jedoch den heißen Wäschetrockner. Das Vorleseheft im Format DIN A5 und ein Plakat mit den gleichen Motiven können von Kindertagesstätten kostenlos unter E-Mail: kinder@borreliose-bund.de oder Tel. 0441-36145146 bestellt werden.

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