Um den Reinheimer Teich mit dem NABU Ueberau

Reinheim. Fritz Fornoff, Kreisbeauftragter für Vogelschutz, leitete bei herrlichem Frühlingswetter eine Exkursion unter dem Motto „Die Natur des Reinheimer Teiches erwacht“. Dazu hatten sich etwa 40 Interessierte an der Naturschutzscheune eingefunden. Die gelb bühende Kornelkirsche, ein Hartriegelgewächs, ist schon fast verblüht und schon erstrahlt der zweite Baum bzw. Busch, die Wilde Mirabelle, mit ihren vielen hellen Blüten. Die ersten sattgrünen Blätter der Herbstzeitlose sprießen aus der Erde. Die aus England zu uns gekommenen Kanadagänse fühlen sich im NSG Reinheimer Teich seit Jahren sehr wohl und sind nicht mehr wegzudenken. Das in den vergangenen Jahren auf der alten Teichscheuer nistende Storchenpaar ist in der Reiherkolonie mitten im NSG dabei, ein Nest zu bauen. Dort haben sie eine abgebrochene Weide für den Nestbau gefunden. Hoffen wir, dass sich für das Nest auf der Teichscheuer ein neues Storchenpaar interessiert und keine Nilgänse das gemachte Nest beanspruchen. Von diesen Vögeln haben in den letzten Jahren 1–2 Pärchen hier gebrütet. In der Reiherkolonie sind Graureiher mit dem Nestbau beschäftigt, dort brüteten im Jahr 2013 mehr als 30 Graureiherweibchen. Aktuell baut ein Schwanenpaar im Schilfgürtel ein Zuhause, aber auch Krickenten, Blässralle bzw. Teichhuhn und Reiherenten sind beim Nestbau. Fritz Fornoff blickte während der gut 2-stündigen Wanderung immer wieder in die Entstehungsgeschichte des NSG, das zu Beginn des 30-jährigen Krieges vom Darmstädter Großherzog als Fischteich angelegt, später viele Jahre von Landwirten bearbeitet und erst im Dezember 1975 zum NSG erklärt wurde.

Zwei Veranstaltungshinweise: Am 15. Juni 2014 wird rund um die Naturschutzscheune ein Biberfest gefeiert. Zu sehen sind die Ausstellung „Der Biber – Baumeister mit Biss“ und er Film „Biber im Gersprenztal“. Am 24. August 2014 hält Fritz Fornoff einen Vortrag zum Thema  „Biber in der Gersprenzaue“

Text: H. Hähle/Bild: S. Mengler


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