Verstärkte Alkoholkontrollen in der närrischen Zeit

Der Blick ins Glas kann teuer werden

Jetzt herrscht bei der Polizei wieder Hochkonjunktur. Denn am 22. Februar ist Aschermittwoch, und bis dahin feiern viele Fasching, Fastnacht oder Karneval. Und – nach Einschätzung des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) – verlieren wieder einige tausend Promille-Fahrer ihren Führerschein. Daher rät der KS, das Auto zu Hause zu lassen, wenn es zum fröhlichen Feiern geht. Öffentliche Verkehrsmittel sind stets billiger. Doch der Führerschein ist weniger wichtig, als die Tatsache, dass bei jedem vierten Unfall mit Todesfolge Alkohol im Spiel war. Grund genug, auf Busse, Bahnen oder Taxis zu setzen oder sich von einem fahren zu lassen, der nüchtern geblieben ist.

Wer erwischt wird, muss auch tief in die Tasche greifen. Denn bereits das erste Überschreiten der 0,5-Promille-Grenze kostet satte 500 Euro, einen Monat Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg. Wer zum zweiten Mal erwischt wird, zahlt 1.000 Euro und muss den Führerschein drei Monate abgeben. Bei einem Alkoholbedingten Unfall kann es noch teurer werden: Die Versicherungen entschädigen zwar die Opfer, können aber beim Alkohol-Sünder Regressansprüche geltend machen. Auch der Beifahrer bekommt nur einen Teil seines Schadens ersetzt, wenn er von der Fahruntüchtigkeit des Fahrers wusste. Übrigens helfen gegen Alkohol im Blut weder Tricks noch Koffein oder Vitamine. Nur der Körper kann Alkohol abbauen, im Schnitt etwa 0,1 Promille pro Stunde. Wer also gegen Mitternacht mit 1,5 Promille ins Bett gegangen ist, hat selbst um 10 Uhr am nächsten Vormittag noch 0,5 Promille Restalkohol im Blut und ist fahruntauglich.

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