Wersau feiert im nächsten Jahr Jubiläum

700 Jahre und noch viel mehr

Hier kennt er sich aus. Gemeinsam mit Horst Rapp, Georg Schneider und Georg Zimmer leitet Georg Kaffenberger ehrenamtlich das seit 1978 bestehende Dorfmuseum in Wersau.

Brensbach/Wersau. „Unsere Heimatgemeinde wurde im Jahr 1314 das erste Mal auf einer Urkunde der Herren von Breuberg erwähnt“, weiß Georg Kaffenberger, der erste Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins 700 Jahre Wersau. „Hier siedelten aber schon mehr als 3000 Jahre früher die ‚Ur-Werscher‘, die der schnurkeramischen Kultur, auch Streitaxt-Kultur genannt, zugeordnet werden können.“ Zum Beweis für seine Aussage zeigt Kaffenberger ein Steinbeil, das wohl zwischen 2800 und 2200 vor Christus in Wersau Verwendung fand. „Dieses älteste Fundstück aus unserer Gemeinde bewahrte über viele Jahre der Lehrer Georg Steiner in der Schule auf“, erinnert sich der Heimatkundler. „Es war immer faszinierend, wenn er den Schrank aufschloss und uns das Steinbeil zeigte.“ Jetzt hat das Beil im Heimatmuseum seinen Platz gefunden als Teil der viele Bilder und Exponate umfassenden Sammlung, die das Leben im Dorf dokumentiert. Das Museum ist immer am Kerbsonntag geöffnet, kann aber auch nach Vereinbarung besucht werden. Selbst wenn Wersau sehr viel älter ist, die urkundliche Erwähnung im Jahr 1314 war am 19. April dieses Jahres der Anlass zur Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins 700 Jahre Wersau, der auf Anhieb 25 Gründungsmitglieder hatte. Als erste Aktion realisierte der Verein die Herausgabe eines Kalenders für das Jahr 2014 mit alten Fotos zum Dorfjubiläum. Ein Nachfolger für das Jahr 2015 ist schon in der Planung. Die Website www.700-Jahre-Wersau. de ist noch im Aufbau begriffen und wird sich in den nächsten Monaten mit Leben füllen. Das Anzeigenblatt Gersprenztal wird zeitnah über alle Jubiläumsaktivitäten berichten.

„Wir suchen ständig alte Bilder, Dokumente, Urkunden und Schriftstücke wie beispielsweise alte Meisterbriefe und Gegenstände des täglichen Gebrauchs“, erklärt der emsige Vereinsvorsitzende Georg Kaffenberger. Er ist sich sicher, dass noch viele heimatkundliche Schätze unbeachtet auf so manchem Dachboden und in etlichen Schubladen verborgen liegen. Er bittet deshalb alle Wersauer darum, sich gegebenenfalls mit ihm in Verbindung zu setzen. Weitere Informationen finden Sie unter www.700-jahre-wersau.de

Text und Bilder: Erik Erstfeld

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