Willkommen 2012!

Gersprenztal. Da ist es wieder das neue Jahr. Mit Schwindel erregendem Tempo kam es herein gestürmt und geregnet, zumindest hier im Odenwälder Land. Die Begleitmusik dazu war – recht laut intoniert – die tragisch-komische Interpretation der „Ode an den Bundespräsidenten“. Diese Ode hat doch glatt an Lautstärke und Darbietungskraft den Begleitchor des vergangenen Jahres mit den traurigen Sonetten „Krise, Krise, Krise“ und „Euro, ach so sang- und klanglos“ in die Stille verbannt. Hoffen wir, dass in 2012 die Chöre wechseln und neue, fröhlichere Lieder angestimmt werden. Zum Beispiel das vom „Hurra! Wir leben noch“ frühestens am 22.12.2012. Denn spätestens dann wissen wir, ob der mittelamerikanische Indianerstamm der Maya mit der Prognose ihres eigentlich sehr genauen Kalenders recht behalten: Von Beginn der Zeitenrechnung der Maya vor rund 5.125 Jahren soll nach genau 1.872.000 Tagen die Welt untergehen, und zwar genau zur Wintersonnenwende am 21. Dezember 2012. Mal sehen, wie das ausgeht.

Für unsere Leserinnen und Leser war in der traditionellen Jahresstart-Umfrage dieser Zeitung der angekündigte Weltuntergang kein Thema. Hingegen die traurigen Sonetten und Oden andeutungsweise schon. Ein Leser wünscht sich für 2012 „bei unseren Volksvertretern mehr Ehrlichkeit und weniger Lobbypolitik.“ Ein anderer Leser wünscht sich „… eine Entspannung der ganzen Krisenwelt. Das Vertrauen in Politik und Wirtschaft sollte ganz schnell wieder aufgebaut werden.“ Eine Leserin schreibt: „Politiker sollten für echtes Fehlverhalten stärker zur Rechenschaft gezogen werden. Utopische Abfindungen und überhöhte Rentenansprüche sollten unbedingt real angepasst werden.“ Abseits von Politik und Krise thematisierte eine Leserin den Wegfall der Wehrpflicht und damit auch den herkömmlichen Zivildienst: „Durch den Wegfall der Wehrpflicht im Juli 2011 und die damit verbundene Abschaffung des Zivildienstes gibt es enorme Engpässe in sämtlichen sozialen Einrichtungen. Überall werden verzweifelt Freiwillige oder ehrenamtliche Helfer gesucht.“ Die Leserin, der Leser, die es genauer wissen möchten, was unsere Anzeigenblatt Interviewpartner in 2011 als positiv wahrgenommen haben, was sich 2012 unbedingt ändern sollte und was diese für persönliche Ziele haben, die schauen einfach mal im Innenteil dieser Zeitung nach. Denn dort steht noch viel, viel mehr dazu geschrieben.

Und jetzt gönnen wir uns vom Anzeigenblatt mal einen kleinen Wunschzettel für 2012: Wir wünschen uns, dass unsere Leser und Leserinnen weiter mit Freude und Engagement uns verbunden sind, auch wünschen wir uns, dass die deutschen Fußballer Europameister, die Bayern Kicker Deutscher Meister und Champions League Sieger werden, dass die Eintracht aus Frankfurt wieder in der 1. Bundesliga spielt, dass der Odenwald keine weiteren Windräder kriegt, dass der Euro stabil bleibt, dass im Orient Frieden einkehrt, dass der Bundespräsident wieder etwas Reputation gewinnt und dass wir alle hier fröhlich und gesund bleiben.

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