Willkommen 2013!

Gersprenztal. Freuen wir uns, dass die Welt 2012 bzw. deren Zivilisation nicht untergegangen ist. Und freuen wir uns, dass 2013 keine Praxisgebühr mehr fällig ist für die Stimmungsaufheller, die sich der eine oder andere verschreiben lässt, weil 2013 die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgehen wird, der Mittelstand noch mehr abnimmt dafür aber der Prognose nach die Arbeitslosigkeit in Deutschland noch mehr zunimmt … Stopp! Das geht jetzt doch in die falsche Richtung. Nochmal von vorne: Freuen wir uns, dass 2013 Bundestagswahl ist und wir darüber mitbestimmen können, ob es wieder tragfähige Sozialpolitik geben wird und nicht nur Politik für Banken, Großunternehmer und Stromanbieter. Und freuen wir uns, dass das Wetter nicht mehr so schlimm werden kann wie letztes Jahr und darüber, dass es immer noch Zeitungen und Buchläden gibt und darüber, dass 2013 keine Fußball Europa- oder Weltmeisterschaft stattfindet, bei der die deutsche Nationalmannschaft schon wieder im Halbfinale ausscheidet. Noch ein Grund zur Freude: das Pop Duo Rosenstolz hat sich aufgelöst!

Wie in jedem Jahr, so auch 2013, hat diese Zeitung Leser nach positiven Erlebnissen in 2012 und persönlichen Zielen für 2013 befragt. Und wie jedes Jahr, kamen sehr persönliche Antworten dabei heraus. Auffällig ist, dass im Vergleich zum Jahreswechsel 2011/2012 in den Lesermeinungen die Bundespolitik eine deutlich geringere Rolle spielt. Die wichtigen Themen spielen sich eher im unmittelbaren Erlebnisbereich der Menschen ab. Ein Leser spannt den positiven Bogen 2012 von Ueberau (Teilnahme „Unser Dorf hat Zukunft“) bis ins afrikanische Namibia mit dem Projekt „Nachhaltige Entwicklungen“. Was deutlich macht, dass die Gersprenztaler nicht nur vor der eigenen Haustür kehren, sondern auch „Weltthemen“ bewegen. Der gleiche Leser möchte 2013 auch daran mitarbeiten, das „soziale Ungleichgewicht aus der Welt zu schaffen“. Eine Leserin wünscht sich für die Zukunft, „dass die Menschen positiver denken und sich nicht ständig selbst bedauern und im Selbstmitleid untergehen“. Richtig: Selbstmitleid hilft keinem. Ein junger Leser empfindet als positivstes Ereignis 2012, so wörtlich: „dass meine wunderbare Freundin in mein Leben getreten ist“. Ja! Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Neben einer solchen Liebe regelt sich alles andere wie von Zauberhand zum Besten. Bleibt nur zu hoffen, dass die wunderbare Freundschaft lange, lange währt.

Ein weiterer Leser plant für 2013 zielgerichtet die Probleme der Gemeinde Otzberg anzugehen. Kann er das? Klar! Denn ab dem 01. April ist dieser Leser der neue Otzberger Bürgermeister. Wer mehr über die Wünsche, Meinungen und Ziele der Leser erfahren möchte, der schaut einfach mal im Innenteil dieser Zeitung.                                                                                 Text: Dieter Preuss

Hinterlasse jetzt eine Antwort