Willkommen 2015 !

Gersprenztal. Wir wissen ja nicht, ob Sie es wussten: 2014 war trotz Krisen, Kriegen, Katastrophen, Krankheiten und Konflikten ein gutes Jahr. Vielleicht sogar das beste aller Jahre. Das steht geschrieben in der aktuellen „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Nachdem die Odenwälder Anfang 2014 ihre „höllischen“ Erfahrungen mit dieser Frankfurter Zeitung gemacht hatten, empört möglicherweise auch diese Sicht den einen oder anderen besonders kritischen Gersprenztaler. Wahr indessen ist, dass sich tatsächlich viel verbessert hat. Global gesehen verringert sich die Armut und die Bildung nimmt zu. Auch der Zustand der Umwelt (Wälder, Meere, Flüsse …) ist meist nicht so schlecht, wie er geredet wird. Allein in Deutschland: Waldsterben? Fehlanzeige. Tote, lebensfeindliche Flüsse und Seen? Fehlanzeige. Zerstörte Landschaften? Fehlanzeige. Verpestete Luft? Fehlanzeige. Das war in den 60er, 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schon mal anders. Die Kriminalität ist weltweit zurückgegangen und die Wirtschaftsleistungen sind gestiegen, auch in ärmeren Ländern. Klima, Migration, Gesundheit, Frieden, Wohlstand sind nur möglich, wenn die „Staatenlenker“ miteinander reden, streiten und auch spaßen. Das tun sie öfter und direkter als jemals zuvor. Und da es nicht nur schlechte Menschen, sondern auch gute gibt, erhöht das miteinander Reden die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Welt eine bessere wird.

Willkommen 2015! Dass die Welt auch in diesem Jahr nicht die schlechteste aller Welten sein wird, zeigt mal wieder unsere traditionelle Leserumfrage zum Neujahr. Gefragt haben wir Jung, Alt, Mann, Frau, Pfarrerin, Literatin, Pädagoge, Schülerin, Sportlerin, Unternehmer, Musiker, Lehrer, Therapeutin, Uhrmachermeisterin und andere mehr. Sie alle erzählen im Innenteil dieser Zeitung über das, was 2014 gut war und das, was in 2015 besser sein sollte sowie über das ganz persönliche Ziel für das neue Jahr. Selbstverständlich steht für viele die Gesundheit und das familiäre wie persönliche Glück im Mittelpunkt des Seins. Aber – und das zeigt etwas über den Zustand unserer Welt – für zwei Interviewpartner gehörte zum Schönsten im vergangenen Jahr das Erlebnis mit Hunden. Oder auch schon „im Großen und Ganzen keine größere Probleme“ gehabt zu haben. Voila! Da ist es wieder das Gute der Welt. Für 2015 hofft eine Leserin darauf, dass etwas „energisch geje die Auslännerfeindlichkeit unnernumme wern muss“ denn die „Wuhret is: Mir brauche auslännische Deitsche, die vermehrn nämlich nit nur unser Steuern, sondern aach die Bevölkerung, weil mir des trotz Betreuungsgeld nit schaffe“. Eine Leserin möchte, dass 2015 die Manager bekämpft und bestraft werden, die ihre Firmen ausrauben. Und noch viel mehr!

Text: Dieter Preuss

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