Willkommen 2017 !

Lina Wagner
24 Jahre, Reinheim, Studentin im Master Sportmanagement, Sportcoach der Stadt Reinheim

Gersprenztal. Postfaktisch (mehr das Gefühl, weniger die Tatsachen berücksichtigend) war im vergangenen Jahr fast alles historisch: im Sport, bei Festen, in der Politik, in der Kultur und im Leben sowieso. Ob das Feuerwehrfest, die Kerb, die Wahl von Trump, der Empfang eines ausländischen Politikers oder einfach die allgemeine Lage in Deutschland, Europa oder der gesamten Welt – 2016, so wird gesagt, geschrieben, getwittert, gesendet und gefacebookt, war ein historisches Jahr wegen Brexit, Trump, der geilen Party in der Mehrzweckhalle, AfD, Terror, Rechtsruck, Odenwald-Marke, deutschem Riesling, Moral- und Werteverschiebung … Historisch auch, weil das Leben angenehmer und lustiger ist, wenn man die Dinge postfaktisch (Wort des Jahres!) nimmt.

Das effekthaschende Marketing und die ach so lustige Werbung wussten schon immer auf Kosten der Glaubwürdigkeit das Leben postfaktisch in Szene zu setzen. Mal sehen, wie sich das postfaktisch Historische so weiter entwickeln wird. Willkommen 2017! Wieder einmal, und zwar faktisch, haben wir echte Odenwälder, Leser und Leserinnen dieser Zeitung um deren Meinung zur jüngsten Vergangenheit und nahen Zukunft gebeten. Ob alt oder jung, sportlich oder gemütlich, weiblich oder männlich, musisch oder  eißig – alle haben mitgemacht bei der schon historischen Umfrage unserer Zeitung. So der Deutsche Meister aus Fränkisch-Crumbach, ein Ass im Rallyesport, ein Magier am Lenkrad und deshalb in Deutschland Meister seines Faches. Fabian Kreim wünscht sich für 2017 eine noch perfektere Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Beifahrer sowie die Verteidigung des Meistertitels. Eine Rentnerin aus Reinheim hofft, Zitat: „… dass sich die Mitglieder der Europäischen Union besinnen und den Menschenrechten mehr Bedeutung zuweisen.“ Für Felix Prinz zu Löwenstein sollte die Menschheit (Völker, Bevölkerungsgruppen und Religionsgemeinschaften) aus den Spiralen von Misstrauen und Hass herausfinden. Ein Leser meint, dass wir Deutsche uns abgewöhnen sollten, ständig die Welt retten zu wollen und jede EU-Richtlinie umsetzen zu müssen. Ein schönes Ziel für 2017 hat auch Fritz Fornoff, der mit seiner Frau mehr Zeit zusammen verbringen möchte. Viel zu sagen hatte Heinz Burgath aus Reichelsheim, der sich für 2017 ein harmonisches Miteinander, bessere schulische Bildung, weniger Arbeitslose, einen angstfreien Umgang mit Flüchtlingen und Migranten, eine stärkere Ansiedlung von Industrie, Handel und Handwerk in den neuen Bundesländern sowie eine bessere Sicherung der Renten wünscht. Eine junge Sportlerin möchte, dass das Programm „Sport und Flüchtlinge“ der Sportjugend Hessen einfacher und offener gestaltet wird. An einer besseren persönlichen Ökobilanz wird ein Ober-Ramstädter Leser arbeiten und somit zukünftig auf ein paar leckere Rippchen verzichten wollen. Viel, viel mehr dazu erfährt der Leser im Innenteil dieser Zeitung (download).

Text: Dieter Preuss

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